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40 Jahre Katzenbeisser – Teil 1

Bei den Vorbereitungen zu einem Jubiläum beginnt man mit der Recherche. Man durchstöbert Fotoalben und Festplatten, plaudert mit den Wegbegleitern und versucht, Nichts und Niemanden zu vergessen. Hier die ersten Ergebnisse zu unserem Rückblick auf die ersten “40 Jahre Katzenbeisser”.

 

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Es war einmal… 

Firmengründer Johann Katzenbeisser war es, der vor vierzig Jahren sein Hobby zum Beruf machte. Als passionierter “Tonbandler” verbrachte er sehr viel Zeit mit dem Aufnehmen, Schneiden und Bearbeiten mittels Tonbandmaschine. Stunden um Stunden verbrachte er im Studio und der “freien Wildbahn”, um akustisch einzufangen, was für die Nachwelt zur Archivierung notwendig schien. Die fertigen Bänder wurden als Rundsendung europaweit verschickt, Tonbandfreunde fügten ihre Aufnahmen hinzu und Wochen später kam das erweiterte “Gesamtwerk” auf dem Postweg retour. Mit der Gründung des “Clubs der Revox-Freunde” nahm sein berufliches Schicksal dann endgültig seinen Lauf. Nachdem sich die Bestellungen seiner Tonbandfreunde, von Tonbandmaschinen über Studio-Equipment bis hin zu Plattenspielern, in Wohnzimmer und Gang stapelten, war Helga und Johann Katzenbeisser klar: Ein Verkaufslokal muss her! Das “HiFi-Studio K” in der Prager Straße wurde eröffnet und der Job als freier Handelsvertreter an den Nagel gehängt. 

 

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Die goldenen Achtziger

Dank rasender Entwicklungen im Bereich der “High Fidelity” klingelten die Kassen. Verstärker wurden neben ihren Leistungen noch nach dem Gewicht beurteilt und die Lautsprecher nach Volumen. Immer bessere Ergebnisse bei der Aufzeichnung und Reproduktion von Ton jagten einen Rekord nach dem anderen. Doch es wäre nicht Johann Katzenbeisser gewesen, hätte er nicht rechtzeitig vor dem Markt erkannt, dass es nicht beim Ton alleine bleiben wird. Das Sortiment wurde um den Bereich “Video” erweitert und neben Fernsehern fanden Videorekorder und Videokameras Einzug in die Regale in der Prager Straße. Wenn man hochwertige Unterhaltungselektronik suchte, “musste” man in dieser Zeit auf jeden Fall beim Katzenbeisser vorbeischauen. Als Nachschlagewerk diente den Kunden der Katz-Katalog, das sogenannte “HiFi-Video-Journal”. Darin waren vom kleinen Klinkenstecker bis zur großen Tonbandmaschine alle Highlights der Branche zu finden. Nicht selten fand sich dieser Katalog auch unter den Verkaufspulten anderer Händler vom Neusiedler- bis zum Bodensee. Denn Johann Katzenbeisser forschte akribisch nach neuen Trends und spiegelte somit das Machbare und Mögliche in seinem Katalog wider.

 

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Hinter jedem erfolgreichen Mann steckt…

In den Neunzigern hatte sich die Firma Katzenbeisser zum Spezialisten für alle Bereiche der Unterhaltungselektronik entwickelt. Die Sonderanfertigung von hochwertigen Kabeln, sowie die detaillierte Planung von Heimkinolösungen beim Kunden vor Ort, stand an der Tagesordnung. Im Bereich Videofilmen und Videoschnitt wurde zusätzliches Know How erarbeitet, die hauseigene Videothek brachte Kundenfrequenz. Es folgten für einige Jahre zwei weitere Standorte in Wien, der Wirtschaftsmotor brummte. Damit das Alles aber im Gleichklang blieb, dafür sorgte Helga Katzenbeisser. Die Fäden im Hintergrund ziehend und die Wogen innerhalb der Mannschaft immer glättend, “stand sie ihren Mann” in vielen Bereichen, die damals noch eher als Männerdömane galten. Und so verblüffte Helga Katzenbeisser nicht selten den ein oder anderen HiFi-Freak, wenn Sie Artikelnummern aus dem Handgelenk schüttelte, während der Rest der größtenteils männlichen Belegschaft noch nicht einmal den Ansatz einer Idee hatte. 

 

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“Der Junge” kommt und mit ihm die Katz-Meisterwerkstatt

1969 in Wien geboren, faszinierte sich Hannes Katzenbeisser von Kindheit an für die Technik der Unterhaltungselektronik. Faszination genug, um sich nach den Schulbrüdern in Strebersdorf und der Handelsakademie Wien zusätzlich einer fundierten Ausbildung zum „Radio- und Videoelektroniker“ zu widmen. Dem „Abschluss mit Auszeichnung“ und vier Jahren im Servicebereich der Industrie für die Marken Jamo, Nordmende, Samsung und Sansui folgte der Wechsel ins Familienunternehmen. Nach Weiterbildungen im In- und Ausland und einem Jahr in der Meisterklasse legte Hannes Katzenbeisser die Prüfung zum „Radio- und Videoelektroniker-Meister“ ab. Neben dem zusätzlichen Kompetenzaufbau im IT-Bereich und der Satellitenempfangstechnik legte Hannes Katzenbeisser Hauptaugenmerk auf den Ausbau bereits gelebter Marketinginstrumente. So entstanden sämtliche Katz-Direct-Mailings, der Katz-Newsletter, die Katz-Online-Auftritte, das Katz-Teamwork-Web und der Katz-e-Newsletter im Kreativkreis des Katz-Teams.

 

Johann Katzenbeisser blickt auf die IFA in Berlin

Die Übergabe des Zepters erfolgte in Berlin

Was hätte es für einen besseren Ort gegeben, als die weltweite Wiege der Innovationen. Und so erfolgte die Übergabe des Unternehmens anlässlich der Internationalen Funkausstellung in Berlin, hoch über dem Messegelände auf dem Plateau des Funkturms. Eine neue Ära brach an, getrieben vom Weitblick in einer der innovativsten Branchen der Welt, basierend auf konservativen Werten im Dienste zufriedener Stammkunden. Wichtigstes Instrument der Firma Katzenbeisser blieb die jahrzehntelang gepflegte Stammkundendatenbank, die sich nicht nur im Servicefall als besonders hilfreich erweist, sondern vor allem die persönliche Kundenbetreuung ermöglicht. Mit der Begeisterung für die Vernetzung innovativer Technologien legte Hannes Katzenbeisser den Grundstein für die erfolgreiche Weiterführung des traditionsreichen Familienunternehmens in Wien-Floridsdorf. Der Wandel vom handelsorientierten „HiFi-Video-Studio“ zum serviceorientierten „Multimediaspezialisten“ war vollzogen.

 

Internationaler Besuch beim Katzenbeisser Sony's Europa-Chef in Floridsdorf

Treffpunkt der Branche

Vertiefte Beziehungen zu innovativen Herstellern festigten den gemeinsamen, oft über Jahrzehnte erfolgten Markenaufbau. So war Katzenbeisser beispielsweise „Sony-Referenz-Partner“ der ersten Stunde und so kam es nicht selten vor, dass honorige Persönlichkeiten, wie hier Sonys Europachef, sich die Türklinke in der Prager Straße in die Hand gaben.  2001 erkannte Hannes Katzenbeisser den bevorstehenden Internet-Boom und wurde mit seinen Lösungen für die Herausforderungen des Internethandels viel zitiertes Beispiel in der Branche. Katzenbeisser unterhielt in Spitzenzeiten 25 Marken-Online-Auftritte mit einem der größten Informations- und Serviceinhalte im deutschsprachigen Elektrohandel. 

 

 

Fortsetzung folgt…