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100 Jahre Panasonic: Was Japan von Korea und China unterscheidet

Ok, es sind ein paar Zeilen in eigener Sache, aber es ist mir ein persönliches Anliegen, meine Emotionen und Gedanken zur “Panasonic Convention 2018” zu teilen. Denn während die letzten Jahre in der Wirtschaft von brutalem Verdrängungswettbewerb gezeichnet waren und viele asiatische Hersteller aus China und Korea nichts als “verbrannte Erde” hinterlassen haben, waren es Traditionsunternehmen wie Panasonic aus Japan, die Kunden und Händler langfristig schätzen und nun die gerechte Belohnung für ihr Engagement einfahren. Ein herzhaftes “Kampai” auf 100 Jahre Panasonic!

 

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Traditionen aufrecht erhalten, während andere nur abräumen

Wenn man die letzten Jahrzehnte Revue passieren lässt, so wurde die Unterhaltungselektronik-Branche immer wieder von massiven Veränderungen gezeichnet. Die innovativen Triebmotoren in Europa wurden Ende des letzten Jahrhunderts zusehends von Asiaten abgelöst, allen voran von den Japanern. Unternehmen wie Panasonic, Sony, Hitachi, Sharp oder Toshiba, um nur einige zu nennen, führten die Neuheiten-Charts an. Sie hatten den Mut, immer wieder neue Wege zu gehen, das Marketing-Know How, um eine Marke am Weltmarkt richtig zu positionieren und, das muss man neidlos anerkennen, den Fleiss auf ihrer Seite. Doch dieser Zustand hielt nicht ewig. Nach der Jahrtausendwende waren es die Koreaner, die es verstanden hatten, die Schwächen des Mitbewerbs auszunutzen und die Märkte zu erobern. Mit einem gewaltigen Unterschied: Im Mittelpunkt des Erfolges stand nicht die nachhaltige Pflege der Vertriebswege und die Menschen dahinter, sondern die Gier nach immer mehr Umsatz und Marktanteil. Koste es, was es wolle – jedes Mittel war recht! Die Folgen für den Konsumenten und die Elektrohändler: Billigere Produkte, keine persönlichen Ansprechpartner mehr, keine Kulanzlösungen im Fall der Fälle, immer schlechter werdendes Service, Forcierung der Wegwerfgesellschaft und ein immer schneller drehendes Neuheitenspektakel, bei dem die Nachhaltigkeit auf der Strecke blieb. Aber wie sagte schon der englische Sozialreformer John Ruskin: “Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgendjemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte. Die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften.”

 

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Qualität und Leistung setzt sich durch

Es bedurfte schon einer Menge Atem, die wirtschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahre durchzustehen. Doch Panasonic hat es definitiv geschafft. Aber nicht durch Preisdumping und immer billigere Produktionsstätten, sondern konsequentes Verfolgen des Leitbildes, “das Leben der Menschen zu verbessern”. Und so wundert es kaum, dass es Premium-Marken wie etwa Panasonic und Yamaha aus Japan, Bose aus Amerika oder Loewe aus Deutschland sind, die in den letzten Jahren wieder massiv an Terrain gewinnen konnten und für die Zukunft gerüstet sind. Qualitätsdenken, gepflegte Vertriebskanäle, persönliche Service- und Ansprechpartner im jeweiligen Land, machen sich eben bezahlt und bringen dem Endverbraucher Sicherheit und einen Zusatznutzen, der in Geld nicht abzuwägen ist. Und wie sieht es mit den Heuschrecken unter den Herstellern aus, die jahrelang alles kaputt erobert haben? Sie wurden zum Opfer ihrer eigenen Philosophie, denn die Preisspirale nach unten dreht sich immer weiter und China zeigt nun den Koreanern, wo die Reise hingeht. Die Folge? Weder Konsument noch Händler haben bei diesen Billigmarken die Ansprechpartner und den Service, den sie verdienen würden.

 

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Wenn die Führungsetage den Sake persönlich ausschenkt

Natürlich wurde die “Panasonic Convention 2018” genutzt, um ein regelrechtes Feuerwerk an Innovationen abzufeuern. Ein Wort allerdings, war an allen drei Tagen immer wieder zu hören: Das einfach auszusprechende, aber nur von wenigen im Geschäftsleben verwendete Wort “Danke”. Und so war es ein ganz besonderer Moment, als am Ende des Festaktes zu “100 Jahren Panasonic”, die Führungsriege von Panasonic im Zuge einer Sakezeremonie die Holzdeckel zweier traditioneller Sakefässer aufschlug. Die Holzdeckel wurden dabei mit mehreren Holzhämmern gleichzeitig zerbrochen. Aber das Management war nicht gekommen, um sich selbst zu feiern, sondern verteilte den japanischen Reiswein höchstpersönlich mit aus Bambus gefertigten Schöpfkellen an die anwesende Händlerschaft, um den Dank an die vielen treuen Endverbraucher in den Ländern weiterzugeben. Das Jubiläums-Sake-Masu, der quadratische Holzbecher, kann im Mauthner Schlössl in der Prager Straße 33 besichtigt werden.

 

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Management mit Handschlag-Qualität

Mit Georg Kink übernahm 2014 ein langjähriger Panasonic Mitarbeiter die Vertriebsleitung in Österreich. Bereits ab 2002 war Georg Kink in unterschiedlichen Positionen für Panasonic aktiv. Kink bewies in den letzten Jahren aber nicht nur, das Persönlichkeit verkauft, indem er Panasonics Vertriebsaktivitäten in Österreich stärkte, sondern ging mit gutem Beispiel voran und motivierte seine Händlerschaft, dass “der Endverbraucher als Kunde das höchste Gut in der Vertriebskette” ist. Der Vater dreier Töchter blieb dabei seiner Heimat stets treu, während andere Branchengranden in die Ferne zogen, um die Karriereleiter fern des Heimatmarktes zu erklimmen. Und so bestätigten sich die Worte von Managing Director Christian Sokcevic zu Kinks damaliger Ernennung: „Georg Kink kennt sowohl das Unternehmen als auch den österreichischen Markt ganz genau und wird deutlich zum weiteren Erfolg in Österreich beitragen.“ Sind es Kinks Erfahrungen, die er bereits seit 2002 als Marketingleiter bei Panasonic machte oder einfach die Tatsache, dass er neben Profit auch das Herz am richtigen Fleck hat? Egal! Eines is fix: Bei Managern wie Georg Kink steht Kundenzufriedenheit an oberster Stelle und dazu weiß er seine Händler zu motivieren.

 

 

Wir wünschen Panasonic alles erdenklich Gute für die nächsten 100 Jahre!

Hannes Katzenbeisser
und das Katz-Team